Liebe Eltern, Ihr Kind ist erkältet; Husten, Schnupfen, F i e b e r …..  Was tun ?

Für reichlich FLÜSSIGKEITSZUFUHR sorgen, am besten Tee oder Wasser (evtl. mit etwas Apfel- oder Birnensaft). Als RICHTWERTE für die Trinkmenge gelten:

1 Liter für 3-6 jährige,           1,5 Liter für 7-10 jährige,                2 Liter für ältere Kinder.
Manchmal ist es hilfreich einen TRINKPLAN zu erstellen: z.B. 5 oder 8 Becher auf ein Blatt malen.

Die Kinder dürfen dann die jeweils leer getrunkenen Becher ausstreichen.

Erkältete Kinder haben meist WENIG APPETIT, sie wollen ihren Körper dann nicht mit den Nahrungs-mitteln belasten. Bieten Sie nur ganz leichte Kost an und zwingen Sie Ihre Kinder keinesfalls zum Essen. Wenn sie wieder gesund sind, holen sie das Versäumte schon wieder nach!

Bei sehr HOHEN TEMPERATUREN (über 40 Grad Celsius) oder wenn die Kinder sehr unter dem Fieber leiden ist der Einsatz von Fieberzäpfchen oder -säften sinnvoll. Bedenken Sie aber, dass das Fieber eine ABWEHRREAKTION des Körpers ist, die dazu beiträgt Viren schneller abzutöten.

Also: Das Fieber nur dann senken, wenn es absolut nötig ist. Eine NATÜRLICHERE ART der Fieberbekämpfung ist die Anwendung von Wickeln. Bei trotz hohem Fieber kalten Armen und Beinen sind lauwarme Brustwickel oder bei größeren Kindern auch ableitende warme Fußbäder empfehlenswert. Wadenwickel helfen da nicht.

Wenn Sie viel für Ihr Kind tun wollen, können Sie bei Husten den MÜLLERSCHEN BRUSTWICKEL Dazu nimmt man ein Hand- oder Moltontuch. Mit handwarmem Wasser anwärmen, von hinten um die Brust des Kindes nach vorn wickeln, das ganze Kind in ein Badetuch einschlagen.

Dreimal hintereinander 5 min. Dann ins Bett. Dabei Fläschchen füttern, singen, vorlesen.

Nicht bei Fieber über 39 Grad.

Bei Schnupfen sollten ABSCHWELLENDE NASENTROPFEN (Olynth, Otriven Nasivin usw.) nur kurz-zeitig, z.B. vor dem Schlafen, eingesetzt werden, da sie bei längerem Gebrauch die Nasenschleimhaut noch stärker austrocknen. Zum Freihalten der Nase sind Koch- oder Meersalzlösungen bzw. bei Säug-lingen auch Anisbutter geeignet. Von Hebammen wird auch Muttermilch als Nasentropfen empfohlen.